Wie designt man eigentlich Notebooks?

Das Design von persönlichen Gegenständen wie Smartphone, Tablet oder Notebook ist für viele Menschen Ausdruck von Identifikation und Lebensgefühl. Doch wie finden diese mobilen Begleiter eigentlich zu ihrer Form, ihren Funktionen, zu ihrem Design? William Liu, Designer von ASUS, gibt Einblicke in seine Visionen und die tägliche Praxis.

Was bedeutet für dich Design?

William Liu: Design bedeutet, ein Problem zu lösen und dem User einen Mehrwert zu schaffen. Jeder von uns hat spezielle Bedürfnisse und mit der sich ständig erneuernden Technologie verfügen wir über sehr viel mehr Möglichkeiten, neue Lösungen zu finden.

Das Design des ASUS ZenBook UX305 zielt auf die Vereinfachung mobilen Arbeitens ab.

Woher kommt deine Inspiration?

Viele Dinge inspirieren mich. Am wichtigsten: Leute beobachten. Ich könnte den ganzen Tag in einem Bahnhof sitzen und einfach nur den Leuten zusehen. Die Menschen eilen umher, checken ihre Smartphones, sprechen miteinander, lesen ein Buch oder halten ihre Kinder an der Hand. Beim Beobachten gelingt es mir, Aha-Momente zu erleben, einfach dadurch, dass ich mir Lebensentwürfe vorstelle und dabei staune, wie unterschiedlich alle sind und sich doch ähneln.

Was sind deine ersten Schritte, wenn du ein Notebook entwirfst?

Seit etwa zwei, drei Jahren sind zwei Strömungen zu beobachten: Eine Entwicklung zu immer schlankeren und leichteren Notebooks, oder zum Ersatz für den Desktop-Computer. Der letzte Schrei ist der „2-in-1-Trend“, durch den mobile Computer noch einmal einen ganz neuen Standard erreicht haben. Wenn ich also ein Notebook designe, denke ich zuallererst an die Benutzerfreundlichkeit. Zu welchem Zweck benutzen Leute ihr Notebook? Trennen sie Beruf und Privatleben? Brauchen sie ein Gerät für alles oder für jeden Zweck ein einzelnes Gerät?

Wie verlief der Design-Prozess für das ZenBook? Wie bist Du vorgegangen?

Als ich begann, das ZenBook UX305 zu entwerfen, war mein erster Gedanke: Was brauche ich, um mobil produktiv sein zu können? In unserem rasanten, urbanen Alltag ist kein Platz mehr für den Luxus, in einem festen Büro zu sitzen und dort allmählich Ideen zu entwickeln. Ich selbst arbeite gern außerhalb der Firma. Mobilität ist daher ein Standardkriterium für das Design. Die größte Herausforderung besteht darin, alles schön dünn und leicht zu gestalten.

Das ist leichter gesagt als getan. Denn selbst wenn wir dank des technischen Fortschritts den benötigten Raum minimieren könnten, dürfen wir auf keinen Fall das Nutzererlebnis opfern. Wenn wir die Tastatur zu flach machen, reicht der Hub für die Taste nicht mehr aus, um einen Rückstoß auszulösen und die Nutzbarkeit leidet. Die User würden sich die ganze Zeit fragen, ob sie tatsächlich tippen oder sie würden stärker auf die Tasten hauen. Die Erfahrung wäre frustrierend und ermüdend.

Wenn alles komprimiert wird und es vor allem darum geht, das Notebook so dünn wie möglich zu machen, wird es außerdem schwieriger, ein Design zu schaffen, das sich abhebt. Unsere Mission als Designer ist es, ein einzigartiges Markenimage zu erzeugen: Wir fordern uns stets selbst heraus, um unsere Wettbewerber mit exzellenten Produkten zu übertreffen und uns von diesen abzuheben.

Wie geht ihr im ASUS Design Center vor, wenn ein neues Produkt gestaltet werden soll?

Unser Design-Prozess umfasst normalerweise vier Schritte sowie eine Strategie, wie wir jeden Schritt umsetzen wollen.

ENTDECKE – Am Anfang müssen wir den Kontext der Anforderung verstehen und analysieren, sowohl die derzeitige Situation als auch die absehbare Zukunft. Zum Beispiel stellt die Urbanisierung einen nachhaltigen Megatrend dar, der dazu führt, dass immer mehr Menschen in großen Städten arbeiten und der Raum innerhalb dieser Städte immer knapper wird. Die Menschen werden wandlungsfähiger sein müssen, um Lösungen für ihre täglichen Bedürfnisse zu finden.

DEFINIERE – Vom Verständnis dieses Kontextes her müssen die richtigen Probleme gelöst werden. Nimm zum Beispiel das UX305, unsere Herausforderung besteht darin, ein „Dünn-und-Leicht-Design“ zu entwerfen, um Leute zu bedienen, die ständig unterwegs arbeiten.

ENTWICKLE – Es gibt viele Möglichkeiten, das „Dünn-und-Leicht-Problem“ zu lösen und somit Menschen zu helfen, unterwegs produktiver zu sein. Wir können Materialien, Zubehör, Scharnier- und Tastaturdesign sowie viele andere Faktoren heranziehen, um Prioritäten zu setzen und innerhalb bestimmter Kriterien zu arbeiten. Der Preis ist ein Beispiel für einen solchen Faktor.

LIEFERE – Während der Entwicklungsphase können wir viel geben oder nehmen. Wir müssen wählen. Wollen wir ultradünn sein? Dann müssen wir vielleicht bei der Benutzerfreundlichkeit Abstriche machen. Wenn wir abgerundete Ecken haben wollen, um das Notebook angenehm halten zu können, kann es im Profil nicht schnittig aussehen. LIEFERN bedeutet, dass wir schließlich Optionen mit der Aufgabenstellung zusammenführen, um das bestmögliche Resultat zu erzielen.

Was bedeutet Dir die Materialität der ausgewählten Werkstoffe?

Werkstoffe sind ein Ausdruck, der die Produkte mit den Menschen, die sie jeden Tag benutzen, verbindet. Sie haben auf vielen verschiedenen Ebenen ihre Bedeutung. Standardmäßig hält das gewählte Material die Komponenten zusammen und stellt sicher, dass die Qualität nutzungssicher ist. Alle unsere Produkte durchlaufen eine Reihe sehr ausführlicher Tests, um sicherzustellen, dass die Qualitätsstandards übertroffen werden. Gleichzeitig hat die Materialität das ästhetische Potenzial für mich als User, mein Lebensgefühl auszudrücken. Wenn mir tolles Aussehen und Haptik Freude bereiten, dann ist Metall mit einem feinen Finish vermutlich passend für mich. Wenn jemand es aber lebhaft und jugendlich liebt, dann könnte eine unerwartete Farb- oder Materialkombination das Produkt für ihn oder sie aufregend machen.

Wie wichtig ist Haptik?

Wie alles, worüber wir bisher sprachen, ist Haptik auf zweierlei Weise wichtig: Funktion und Ästhetik. Ziffern, die auf dem Objektiv einer Kamera eingraviert sind, dienen nicht nur dazu, mit den Fingern die Blendengröße einstellen zu können, sie stehen gleichzeitig auch für Präzision. Dasselbe gilt für das UX305 oder die konzentrischen Kreise auf den meisten ZEN-Geräten. Diese Muster bewahren das unbearbeitete Stück Aluminium davor, zerkratzt zu werden, lassen das Gerät aber angenehm in der Hand liegen. Gleichzeitig akzentuiert der Glanz, der von der Oberfläche ausgeht, die Materialität von Metall.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit?

Bei der Nachhaltigkeit müssen wir stets zwischen zwei Bedingungen wählen: Wollen wir, dass Produkte lange halten? Oder wollen wir, dass sie leicht zu recyceln sind? Einige Leute sind vielleicht nicht in der Lage, die Relation zwischen diesen Polen zu erkennen, und halten es für möglich, dass wir Dinge haben können, die ewig halten und trotzdem recycelbar sind. Das ist leider nicht der Fall, hier müssen wir eine Wahl treffen.

Wenn wir uns also dafür entscheiden, dass Dinge haltbar sein sollen, dann arbeiten wir daran, den Lebenszyklus jedes Produktes zu erhöhen oder ein Upgrade ohne kompletten Ersatz zu ermöglichen. Wenn wir aber dem Trend folgen, alle zwei bis drei Jahre unsere Smartphones oder Notebooks zu wechseln, dann sollten wir stärker und intensiver darüber nachdenken, wie wir Komponenten recyceln können und Produkte herstellen, die für diesen kurzen Zeitraum gerade ausreichen.

Unser Bereich GREEN ASUS stellt aus den oben genannten Gründen einen Normenkatalog innerhalb des Unternehmens dar, der sicherstellen soll, dass alle unsere Produkte umweltfreundlich sind.

In Architektur und Industriedesign gilt der Satz “form follows function”. Gilt das auch für dich?

Ja, unbedingt und ich gehe noch weiter. Am wichtigsten für ein mobiles Notebook ist es, dass man es gut halten und gut damit arbeiten kann. Wir können keine scharfen Kanten gestalten und wir können nicht die Gestaltung der Tastatur opfern. Alles andere ist sekundär.

Form und Funktion beeinflussen sich gegenseitig. Weil wir überall in der Lage sein müssen zu arbeiten, muss das Design kompakt sein. Weil wir schnellen Zugang zu allen Informationen brauchen, muss der Deckel fix zu öffnen sein, aber auch stabil genug, um nicht nach hinten zu fallen. Da wir alle ständig unterwegs sind, ist es wichtig, Tastatur und Touchpad so zu gestalten, dass die Nutzer keine zusätzlichen Accessoires benötigen.

Schlussendlich muss unser Design Qualität ermöglichen. Denn Qualität ist eines der wichtigsten Dinge beim Design überhaupt. Wenn das Produkt nicht die Bedürfnisse der User befriedigt oder nicht funktioniert, hat es keine Daseinsberechtigung.

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Die Kunst, anzuhalten

Jeder von uns kennt diese Tage, an denen alles auf einmal kommt. In diesen Momenten Ruhe zu bewahren und sich wieder auf den eigenen Weg zu besinnen, ist nicht einfach. Eine Möglichkeit anzuhalten und nach innen zu schauen ist die Meditation. Wie finde ich in der täglichen Hektik einen Weg, mich für kurze Zeit bewusst „herauszunehmen“ und nach innen zu wenden?

Wieder so ein Tag! Draußen regnet es. Es ist kalt, auch im Büro. Funktioniert etwa die Heizung nicht? Das Telefon klingelt. E-Mails im Minutentakt. Die Kollegen quatschen durcheinander. Es geht zu wie in einer Markthalle am Samstag. Und der Blick in den Kalender zeigt mir, dass ich den ganzen Tag Termine habe. Wie soll ich das alles schaffen? Mein Kopf fährt Achterbahn.

Stopp, ich brauche eine Pause! Jetzt ist es Zeit anzuhalten, den Ort zu wechseln und mich mit einer kurzen Meditation wieder zu sortieren. Zehn Minuten der Ruhe reichen mir, mich auf diesen Tag einzustimmen, seine Herausforderungen anzunehmen und zu meistern. Ich gehe an einen ruhigen Ort raus in die Natur oder setze mich in mein Auto. Hier bin ich meist ungestört. Mein Smartphone schalte ich in den Flugmodus.

Zen-Leitspruch: Große Entschlossenheit, großer Zweifel, großes Vertrauen.

Als Jugendlicher hätte ich nie gedacht, dass ich das einmal schaffen würde: Innere Gelassenheit bewahren, während alles um mich herum austickt. Den richtigen Umgang mit Stress lernte ich damals als Leistungssportler. Mein Trainer war geübt in der Zen-Meditation und zeigte mir, wie man das „Vor- und Zurückschwingen der Gedanken“ in den Griff bekommen kann. Die Buddhisten nennen diesen Zustand „monkey mind“, weil die Gedanken wie ein wilder Affe durch die Baumwipfel springen. Der Weg aus diesem inneren Chaos führt über die Meditation. Mit ihr lernte ich, meine innere Welt zu ordnen, Achtsamkeit zu schaffen und Gelassenheit in den Alltag mitzunehmen.

„Zen ist ein Weg, sich selbst zu erforschen und aus dem Lärm der äußeren Welt in die Welt der Ruhe und des Seins zu finden. Er entwickelt sich aus der täglichen Praxis, die Disziplin und Ernsthaftigkeit erfordert. Neben Konzentration und Kraft soll jedoch genauso Freude, Offenheit und Leichtigkeit in unserem Leben Platz finden“, beschreibt Dr. Fleur Sakura Wöss, Leiterin des Zen Meditationszentrum Misho-an (“Tempel des Lächelns”) in Wien, den Begriff des Zen. Fleur praktiziert und lehrt Zen seit rund 20 Jahren. Sie ist von der positiven Auswirkung der Zen-Meditation überzeugt: „Je bewusster wir unsere Gedanken wahrnehmen, desto positiver sehen wir das Leben.“

Meditieren lässt sich auf vielerlei Arten. Jeder von uns findet im Laufe der Zeit seinen persönlichen Weg dazu. Allen gemein ist das bewusste Atmen. Ruhiges und tiefes Atmen entlastet Lunge und Herz. Es entspannt den ganzen Körper, löst Verkrampfungen und Schmerzen. Schließlich gibt das bewusste, konzentrierte Atmen innerlich Halt und unterstützt die Selbstwahrnehmung.

„Um mit nur zehn Minuten am Tag auszukommen ist intensive Praxis notwendig. In der Zen-Meditation nimmt man eine gerade Sitzposition (Zazen) ein, die trainiert werden muss. Diese Haltung ist entscheidend “, erklärt Fleur Sakura Wöss. Deshalb empfiehlt sie zum Einstieg in die Meditation ein Wochenendseminar bei einem erfahrenen Zen-Lehrer, um die Grundlagen kennenzulernen. „Es ist schwierig, die Wirbelsäule gerade zu halten, wenn man täglich im Büro mit gebeugter Haltung am Arbeitsplatz sitzt.“

Im Laufe der Zeit habe ich mir für meine täglichen Meditationen einen besonderen Rahmen geschaffen. Im Zen benötigt man dazu eine bestimmte Form. Ich verlasse zum Meditieren bewusst meine momentane Situation, z.B. den Arbeitsplatz, und gehe nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit an den selben Ort. Diese regelmäßigen Abläufe wirken sich positiv auf mein Wohlbefinden aus. Das tägliche Meditieren hilft mir, gesund zu bleiben und meinen anspruchsvollen Job als Architekt mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit auszuüben.

„Wer sich zu viel zumutet und nicht regeneriert läuft Gefahr krank zu werden. Der Körper reagiert schnell auf Symptome, die letztendlich durch eine geistige oder seelische Überlastung hervorgerufen werden. Zen hilft, wieder auf die Stimme des Körpers zu hören“, erklärt Fleur Sakura Wöss. „Stille ist gut für den Körper, gesundes Essen ist gut und – auch hier und da eine Herausforderung, die einen an seine Grenzen bringt.“

Der Autor Dr. Klaus Fockenberg ist Architekt und freier Journalist. Der ehemalige Leistungssportler bewahrt sich seine Gelassenheit mit täglich 10 Minuten Meditation.

Tipps für Einsteiger von Zen-Meisterin Fleur Sakura Wöss

Übung 1: Die 3 A-Übung

  • Aufsetzen (Setze Dich gerade hin)
  • Augen schließen
  • Ausatmen

Übung 2: Nur das Ausatmen zählt

  • Suche Dir einen ruhigen Platz
  • Blende alle störenden Faktoren aus
  • Konzentriere Dich auf Deine Atmung
  • Bei jedem Ausatmen wird gezählt (1, 2, etc.)
  • Wenn nun ungewollt Gedanken kommen (was immer geschieht), betrachte die Gedanken als Wolken am Himmel
  • Lasse die Wolken vorüber ziehen
  • Atme wieder aus und beginne das Zählen wieder von vorne bei eins
  • Beende Deine Meditation bewusst und kehre zurück in Deinen Alltag

Meditation mit Hilfe von Apps

Headspace »
Andy Pudycombe, ein ehemaliger buddhistischer Mönch, unterstützt mit der App Headspace mehr als eine Million Menschen beim Meditieren. Die App führt in die verschiedenen Aspekte der Meditation ein und nutzt wissenschaftliche Erkenntnisse. Die einzelnen Schritte in einer Meditation werden verständlich erklärt und sind mit einer Fülle von begleitendem Material unterfüttert. Toll gemacht sind die kurzen Animationsfilme.
Es gibt ein kostenloses Basis-Programm. Weitere Programme können über ein Abonnement erworben werden, das 9,95 € pro Monat oder 71,88 € pro Jahr kostet. Die Meditationen sind auf Englisch.


Meditations-Apps wie Headspace (headspace.com) helfen beim Entspannen.

Insight Timer »
Insight Timer ist eine App, mit der man die Meditationsdauer einstellen kann. Sie unterdrückt je nach Einstellung während der Meditationszeit alle Klingel- und Anruftöne, sodass man vom Handy nicht gestört wird. Mit Holz- oder Gong-Tönen wird die Meditationsdauer gekennzeichnet.
Wie der Nutzer meditiert bleibt ihm selbst überlassen – er kann entweder eine der über 600 Meditationen in der App auswählen oder ohne Anleitung meditieren. Auf einer Weltkarte kann man sehen, welche Nutzer wo auf der Erdkugel gerade mit-meditieren.
Die App ist kostenlos. Die „Deluxe“-Version mit weiteren Funktionen (z.B. Intervall-Gongs) kostet 5,50 €. Die Meditationen sind auf Englisch.


7Mind Meditation & Achtsamkeit »
7Mind bietet Meditationen für fast jede Situation. 7Mind ist komplett auf Deutsch, die Meditationen werden von dem Kommunikations-Experten und 7Mind-Gründer Paul J. Kohtes selbst eingesprochen, der die App auch konzipiert hat.
7Mind gibt es in einer Gratisversion mit Grundlagenkursen und ausgewählten Meditationen oder im Abo für 8,99 € im Monat oder 59,99 € im Jahr.


Buddhify »
Die App Buddhify unterstützt seine Nutzer bei der Meditation und bei Achtsamkeitsübungen. Neben einem klassischen Timer für Meditationen mit einem Gongschlag und einem Geigenstrich gibt es auch verschiedenste Übungen für konkrete Anwendungsfälle. Herausragend ist das Design der App.
Für Android kostet die App einmalig 2,49 €.


Achtsamkeits-App »
Die deutschsprachige „Achtsamkeits-App“ wurde von dem meditationserfahrenen Arzt Marc Loewer entwickelt. Die App vermittelt Techniken, die man auch ohne das Smartphone üben kann. Sie hat eine Reihe von Erinnerungs- und Dokumentationsfunktionen, die die Übung unterstützen können.
Die App kostet einmalig 1,79 €.


Mehr Informationen:


Probieren Sie die Meditations-Apps mit den neuen ASUS ZenFones »


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ASUS Wettbewerb „ASUS Moments“

Der Fotowettbewerb für die „Asus Moment Kampagne“ 2016 brachte zwei echte Individualisten hervor. Andreas Reu, 35, IT-Administrator und Reiseblogger aus Bad Mergentheim, besticht durch Gelassenheit. Für ihn ist der subjektive Augenblick alles. Ganz anders, aber nicht minder entspannt ist Ruben Sachße, 20: Der Student aus München strahlt einen seltenen Einklang mit sich selbst und der Natur aus. Die beiden wurden mit ihren Fotos unter über 600 Teilnehmern ausgewählt.

Anfang Februar gestartet per Facebook-Aufruf, Mitte Februar die beiden Preisträger gekürt, Ende Februar bereits das Sieger-Fotoshooting – so schnell kann´s gehen bei guter Nähe zwischen einer Marke und ihren Kunden. Im Interview erzählten die zwei Gewinner von bewegenden Momenten, der Magie des Ungeplanten, Vertrauen und Schönheit.

Andreas Reu macht seit 15 Jahren Kampfsport, erst Tae-Kwon-Do und Kickboxen, heute Mixed Martial Arts – das ist auch an seinem Siegerfoto gut erkennbar. Das Bild ist in Ouarzazate im Süden Marokkos entstanden. Reu und seine Frau hatten eine Woche Marrakesch und eine kleine Tour durchs Atlasgebirge hinter sich, dazwischen liegt die Provinz Quarzazate mit der gleichnamigen Hauptstadt. Die Stadt ist bekannt durch ihre Filmkulissen, hier wurde unter anderem Lawrence von Arabien gedreht. „Der Ein-Hand-Stand ist ein immer wiederkehrendes Motiv auf meinen Reisen. Das Foto hat meine Frau aufgenommen, sie hat inzwischen ein Händchen dafür, so was in den mir möglichen zwei Sekunden hinzukriegen“, schmunzelt Reu.

Planung ist ihm suspekt, Impulsivität dagegen alles. „Vor allem Urlaubstage plane ich nicht, das ist meine Freiheit. Ich buche meist auch kein Hotel, nur in bestimmten Gegenden wie der Karibik, weil es sonst zu teuer wird“. Klassische Reiseführer nutzt der Reiseblogger gar nicht mehr. „Du hast dann schon vorab so viele Informationen, dass du dich gar nicht mehr richtig freuen kannst. Der Reiz des Unbekannten ist weg.“ Andreas bevorzugt Blogs und Plattformen für das Teilen von Fotos und Informationen. Also hat Familie Reu – seit gut einem Jahr ist auch der kleine Sohn dabei – immer ihre digitale „Mini-Schaltzentrale“ im Gepäck, die ihnen Kamera, Bücher und Notizblock auf einem einzigen Gerät ermöglicht.

Die schönsten Momente in Andreas´ Urlaub und Leben sind natürlich nicht die mit den meisten Likes auf Facebook oder Instagram. „Phantastischster Augenblick für uns war auf der jüngsten Reise durch Thailand die Nachricht der Schwangerschaft. Tage zuvor war der Test noch negativ, dann saßen wir im Restaurant, hatten uns tagelang auf den frischen Fisch gefreut, und plötzlich sagte meine Frau: Ich kann nicht essen…“. Das war dann keine Tropenkrankheit, sondern der neue Erdenbürger kündigte sich mit Übelkeit an.

Was Reu die Freiheit gibt, ein Abenteurer zu sein, ist seine Kreativität. „Man muss nicht immer die tollsten Reisen machen, um die besten Fotos schießen zu können. Meist sind es kleine Details und große Phantasie, die tolle Sachen entstehen lassen. Auf diesen Moment musst du vorbereitet sein.“

Das Siegerfoto mit Selbstauslöser zeigt Ruben Sachße gefährlich nahe am Abgrund.

Ruben Sachße ist der trotz seiner jungen Jahre Stillere und Nachdenklichere von beiden. Das zeigt sich schon daran, wie genau er Risiko kalkuliert. Ruben ist für sein Foto nahe an die Grenze des Möglichen gegangen. In den Kanadischen Rocky Mountains am Fuß des Mount Temple sieht man ihn am Rand eines Abgrunds. Ein Schritt mehr, und der vom frischen Schneefall feuchte Fels hätte womöglich nicht mehr gehalten. Die Aufnahme entstand mit Selbstauslöser. Warum macht er das? „Ich habe großes Gottvertrauen. Als junger Mann besitze ich Mut, Auffassungsgabe, Kraft und Ausdauer. Darum weiß ich, wie ich meine Grenzen erreiche.“

Warum sind wir Menschen so? Ruben sagt in seiner vorsichtigen Art: „Es ist die Faszination daran, etwas zu spüren, das man kaum fassen kann“. Hinzu komme die Intuition und ja, die Schönheit. „Ich fotografiere am liebsten das, was ich schön finde. So einfach ist das.“ Zu seinen großen Vorbildern gehört der Rapper, Designer und Producer A$AP Rocky. Weil er seine Visionen durchsetzt, weil das, was er tut, einfach schön ist. Um offen zu sein für neue Erfahrungen, braucht Ruben vor allem eins: Gute Laune. „Wenn ich meine Musik höre, mit meiner Freundin zusammen bin, gelingt mir alles.“

Den aufregendsten Moment seines Lebens erfuhr Ruben beim Klettern in der Gorges du Verdon bei Nizza. „Ich hatte mich gut vorbereitet, dabei aber vergessen, eine Sicherungsschlaufe einzurichten und anzulegen. Ich war kurz davor, mich am Seil fallen zu lassen, hatte schon runtergerufen ‚OK, ich komme‘, als ich im letzten Moment merkte, dass ich nicht in der Sicherung hing. Um ein Haar wäre ich runtergefallen wie ein Stein. Da ist mir erst mal schummrig geworden, anschließend habe ich alles sehr gut eingerichtet, mich sicher abgeseilt. Unten schwor ich mir: ‚So was passiert mir nie wieder!‘“

Hier gibt es weitere Infos zum Making of der ASUS Moment Kampagne »


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Warum fliegt uns die Zeit davon?

Leben ist das, was passiert während du auf dein Smartphone blickst. Dieser gern geteilte Spruch bringt es auf den Punkt: Die digitale Welt verändert unsere Zeitwahrnehmung. Warum habe ich weniger Zeit, obwohl heute alles viel schneller geht? Wissenschaftler Dr. Marc Wittmann hat mir erklärt, wie wir ticken.

Meine Schaltzentrale sind Notebook und Smartphone. Hier läuft alles zusammen und ich kann (fast) gleichzeitig E-Mails empfangen, chatten, das Weltgeschehen verfolgen, Musik hören, telefonieren, Benachrichtigungen im Blick behalten und – ja! – zwischendurch auch arbeiten. Ich bin richtig schnell bei allem. Doch wo bleibt die gesparte Zeit? Am Ende des Tages ist sie weg und ich kann mir nicht erklären wo.

Zeitgefühl ist relativ. Wie lange etwas dauert, hängt von unseren Emotionen ab.

Da es fast allen so geht, untersuchen Forscher wie Dr. Marc Wittmann, was Zeit für Menschen bedeutet. Der Wissenschaftler vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene Freiburg und Leiter der AG „Zeit und Kognition“ geht dem Thema Zeitverarbeitung auf den Grund. Er enträtselt Gehirnfunktionen, auf denen das Zeiterleben beruht. Dabei sind für Wittmann besonders Prozesse interessant, die menschliches Handeln unmittelbar beeinflussen, wie beispielsweise das Bedienen von Geräten.

Seinen Forschungen nach geht „Zeitwahrnehmung auf einen komplexen unbewussten Prozess zurück. Vorlieben, Emotionen und Erregung spielen darin eine große Rolle. Das Gefühl für Zeit ergibt sich also zum einen aus der Intensität und persönlichen Beurteilung eines erlebten Moments. Zum anderen aus der Erinnerung. Intensive neuartige Urlaubserlebnisse zum Beispiel dehnen die Zeit“, erklärt Dr. Wittmann.

Das Phänomen Zeitsinn rückt durch unser digitales Leben stärker in den Fokus der Wahrnehmung. Gleichzeitig gibt es Orte auf der Welt, an denen die Uhren ganz anders ticken. Ich erinnere mich an eine Begegnung an einer Berliner Bushaltestelle. Ich musste dringend zu einem Termin und der Bus ließ ewig auf sich warten. Neben mir schmunzelte ein junger Mann, der sah, wie ich immer nervöser wurde: „In meinem Heimatort weit weg von Algier, kommt der Bus einmal die Woche donnerstags. Keiner weiß, wann genau. Also gehen wir früh hin und warten. Wir sitzen dort so lange zusammen und unterhalten uns, bis der Bus irgendwann kommt.“ Busfahrzeiten auf die Minute – wie hier in Deutschland – seien in seiner Heimat undenkbar. So unterschiedlich gehen wir mit Zeit um, dachte ich.

Doch warum ist es mir nicht egal, wie ich Zeit wahrnehme? Woher kommt das Gefühl, die Zeit rast? Dr. Marc Wittmann erklärt: „Weil die gefühlte Lebenszeit als begrenzte Größe stark auf den existenziellen Aspekt unseres Lebens hinweist.“ Kurz gesagt: Wir spüren, dass alles irgendwann vorbei ist. Stimmt genau, dachte ich wenige Monate später, als ich den Algerier wieder traf. In seiner neuen Umgebung hatte er sich total angepasst. Nun wartete er genauso ungeduldig auf den Bus, wie ich damals: „Ich möchte nicht zu spät in die Vorlesung kommen und muss die Anschluss-U-Bahn erwischen.“

Anstatt mich vom Alltag treiben zu lassen, versuche ich, mein digitales Leben so zu gestalten, dass es sich dem Takt meiner inneren Uhr anpasst. Das tut mir gut und eröffnet mir Chancen, neue Ereignisse und Emotionen wahrzunehmen. Wittmann empfiehlt: „In unserer digitalisierten Welt, in der sämtliche Prozesse immer schneller ablaufen, ist es ganz wichtig, sich fürs Regenerieren Zeit zu nehmen und sich neu zu justieren.“ Meine kleine Übung für kurze Wartezeiten: Nicht bei jeder Sekunde Leerlauf zücke ich das Smartphone. Stattdessen atme ich durch, schaue nach Links und Rechts, neugierig darauf, ob es etwas zu entdecken gibt.

„Wer in seinem Erleben neugierig und offen für neue Erlebnisse bleibt und dabei emotional ist, der wird sein Leben als viel länger empfinden. Die Emotionalität dehnt in der Rückschau die Zeit. Dadurch kann ich der Beschleunigung der Zeit entgegenwirken", so sieht es der Psychologe Dr. Marc Wittmann.

Dr. Klaus Fockenberg, Architekt und freier Autor, hat im Gespräch mit Dr. Marc Wittmann nicht einmal auf die Uhr gesehen.


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